Manifest der Mitte: Konzentration + Kooperation + Koordination

Manifest der Mitte: Konzentration + Kooperation + Koordination

Unfassbar viel Rennerei. Ständig fehlt etwas. Alle sind erschöpft. Ruhe und konzentriertes Arbeiten? Fehlanzeige!

Bla-Bla-Teambesprechungen, die ohne Ergebnisse bleiben und nur Nerven & Zeit kosten.

Warum ist das so? Warum fällt es uns so schwer, die besprochenen Dinge umzusetzen?

Wie geht echte Veränderung? Und wie schaffen wir es, dieses wichtige Thema nicht dem Zufall überlassen zu müssen?

Genau das treibt mich seit nunmehr 25 Jahren um. Sowohl in meinem Job im Bereich Organisationsentwicklung bzw. Qualitätsmanagement als auch in meinem privaten Umfeld.

Ertrinkenden kann man nicht das Schwimmen beibringen.

Gerade QM: Wenn wir genauer hinschauen, dann ist QM mit all seinen Regularien ein Paradebeispiel dafür, wie Veränderung NICHT gelingen kann. – Zumindest, wenn man einen ganz wesentlichen Aspekt vernachlässigt. Denn regelmäßig werden die Vorschriften einfach zusätzlich in die Praxis gepresst und dann wundert man sich, warum sich nichts ändert. Ganz zu schweigen davon, dass sich etwas verbessert.

Warum? Weil die Basis fehlt. Weil zum alltäglichen Wahnsinn noch etwas dazu gepackt wird. Viel wichtiger wäre es jedoch, etwas wegzunehmen. Und damit für  Ruhe und Sicherheit zu sorgen.

Einem Ertrinkenden kann man nicht das Schwimmen beibringen.

 

„Tension is the enemy of strength.“ Lawrence van Lingen

 

Vor einiger Zeit bin ich in den Triathlon eingestiegen und habe seitdem eine regelrechte Transformation durchlebt. Das größte Geschenk: Durch mein Lauftraining mit einem echten Profi kam ich zu einer ganz veränderten (Körper-) Haltung. (Und YEY! In seiner Community betreut er nicht nur Weltmeister Triathleten wie Jan Frodeno, sondern auch Normalos wie mich!)

Ich freue mich nicht nur über eine unfassbare Leichtigkeit beim Laufen, sondern bin durch eine einzige Übung in wenigen Monaten sogar 2 cm gewachsen. (Easy! Die Übung ist so leicht wie Legobauen. Und wäre ein Segen für dein gesamtes, rückengeplagtes Team). In jedem meiner künftigen Workshops bring ich meine Matte mit und zeig euch, wie das geht 😅 Durchs Wasser kraule ich jetzt – mit zig Kilos weniger unter dem Neopren – und endlich steht auch ein geiles Rennrad im Stall. Plus meine Neugier, was noch alles möglich ist.

Wie oft hab ich schon Laufkurse oder was weiß ich alles ausprobiert. Doch immer bin ich krachend gescheitert, weil es Methoden waren. Tricks.

„Halte den Arm so, die Beine so…“ alles Quatsch.
Die Muskeln sind nicht dazu da, die Knochen krampfhaft in der richtigen Position zu halten. Stattdessen müssen wir vorhandene Verspannungen lösen, die Zusammenhänge verstehen und gezielt daran arbeiten, dass die Knochen wieder natürlich „ins Lot“ und Bewegung damit leicht fallen kann.
Anschließend setzen die Muskeln nur noch Impulse.

Genauso die Ernährung. Diäten helfen nichts. Wir müssen verstehen, wie Stoffwechsel funktioniert und die Ernährung entsprechend unserem Alter und der Lebenssituation anpassen. Wir müssen an die Basis. Verstehen, wie es alles zusammenhängt.

Übertragen auf die Zahnarztpraxis und die Themen Führung oder Abläufe dito: Es hilft nichts, mit Tricks wie Zielvereinbarungen zu arbeiten, um die Leute zu motivieren und zu irgendeinem gewünschten Verhalten „zu bringen“. Das funktioniert so nicht. Wir können niemanden motivieren. Jeder entscheidet selbst, was ihn motiviert. Es hilft auch nichts, insgeheim unsere Mitarbeiter zu manipulieren. Deine Mitarbeiter sind ja nicht doof. Gute Führung geht anders.

Auch nachhaltige Veränderung geht anders. Sie ist keine Zauberei, sondern für jeden klar, leicht und nach etwas Übung auch einfach „umzusetzen“. Weil es die natürlichste Sache der Welt ist.

Es geht nicht darum, irgendeine Methodik „einzuführen“, die sich jemand ausgedacht hat. Vielmehr gilt es, die für euch passende Veränderung aus eurer  Mitte heraus wachsen zu lassen.

Spielend leicht.

Konzentration

Betrifft den Einzelnen.

Wenn unsere Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft hängen, ist das die Hauptursache von Sorgen, innerer Unruhe, Angst und Stress. Man könnte auch sagen: Energievampire, die wir uns selbst in Gedanken erschaffen. In meinem Mentoring gehen wir diesen Grübeleien, die immer wieder Grund unserer Erschöpfung sind, an den Kragen.

Denn wir können jederzeit dafür sorgen, dass wir unsere – auf Wanderschaft geratenen – Gedanken zurückholen, um uns auf das zu konzentrieren, was gerade wichtig ist. Das hier und jetzt. Der Patient, der gerade vor uns sitzt.

Stell dir ein Auto vor, dass immer wieder vom A nach B und zurück fährt. Das kostet Zeit und Sprit. Viel effizienter wäre es, erst die Aufgabe an Ort A zu erledigen bevor wir nach B fahren.

Ähnlich verhält es sich mit unserer Konzentration. Wenn wir lernen, uns nicht zu verzetteln, sondern uns auf eine Sache zu konzentrieren, können wir unfassbar viel Energie sparen. Wir sind nicht nur ausgeruhter, sondern können uns in Themen besser vertiefen.

Auch wenn uns Konzentration nicht in die Wiege gelegt oder in der Schule gelehrt wird.  Wir können diese lebensverändernde Kompetenz lernen und entwickeln.

Denn sobald wir uns gezielt fokussieren können, sind wir nicht länger Spielball der Anderen, sondern entscheiden selbst, wohin unsere Energie fließt. Was im Fokus ist – und vielleicht noch viel wichtiger: was nicht.

Wir sind präsenter. Wir können innere Unruhe und Stress besser bewältigen.

Schlaf abgezogen, stehen uns durchschnittlich 16 Stunden pro Tag zur Verfügung, um uns in Konzentration zu üben. Am besten übt sich in Konzentration, wenn das Thema einfach konsequent in den Alltag verlegt wird. Indem wir uns z.B. in Gesprächen 100%ig auf das Gegenüber fokussiert bleiben. 

 

Wir sind das, was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist deshalb keine Handlung, sondern eine Gewohnheit. Aristoteles

Das heißt, wir haben es selbst in der Hand.

Wir können uns 10 Std. am Tag ablenken (lassen). Dann sind wir schon bald Profis  im Abgelenkt sein. Oder aber wir nutzen die vielen Stunden, um uns im Alltag immer wieder zu fokussieren. Um zu üben.

Wir können nur ein fokussiertes Leben führen, wenn wir fokussiert sein können. Und das können wir nur, wenn wir es üben. Im Alltag. Nicht 30 Minuten am Tag in einer Meditation, wenn wir uns den Rest des Tages mit Insta & Co ablenken lassen. Wir entscheiden selbst.

Kooperation

Betrifft das Team.

Die Frage lautet: Warum gibt es die Organisation Zahnarztpraxis?

Weil es der Zahnarzt alleine nicht schafft. Die Aufgaben sind einfach zu vielschichtig. Könnte er es alleine schaffen, würde er es sicher tun!

Was ist die Folge? Jeder im Team ist gleich wichtig. Denn hätte der Mitarbeiter keine wichtige Aufgabe, wäre er wahrscheinlich nicht angestellt (Oder hat schon mal jemand einen Portfoliomanager in der Zahnarztpraxis gesehen??) Jeder leistet seinen wichtigen Beitrag, ohne den die Praxis nicht laufen würde.

Bedeutet: Es läuft erst dann reibungslos, wenn ich dem Nächsten so zuarbeite, dass dieser optimal weitermachen kann.

Dafür braucht es einen Schlüssel:

Kooperation. Den WILLEN zu WOLLEN. Füreinander. Miteinander. Es braucht eine Kooperationsarena. Eine Leistungspartnerschaft. Gute Kommunikationskanäle. Und es braucht Vertrauen. (wer hier vertiefend einsteigen will, dem empfehle ich die Lektüre von Reinhard K. Sprenger!!)

Warum ist Vertrauen so wichtig? Weil es Unternehmen schneller macht, weil es dafür sorgt, dass Wissen geteilt wird und weil es Kreativität und Eigenverantwortlichkeit fördert. Damit nicht genug. Vertrauen senkt die Kosten (wir können uns z.B. misstrauensgetriggerte Raport-Schleifen sparen) und es bindet unser wertvollstes Gut, den Mitarbeiter, und schützt dessen ureigene Motivation.

Nur so kann Führung langfristig erfolgreich sein. Und jeder, der schon mal verzweifelt versucht hat, seinen Stiefel im Team durchzudrücken, wird mir insgeheim recht geben. Vertrauen ist die Basis von Führung.

Wichtig zu wissen: Vertrauen ist nicht selbstverständlich, sondern wird gegeben. Dazu muss die Führung zumindest  glaubwürdig, berechenbar und vor allem geradlinig und in ihrem Verhalten vorhersehbar sein. Erfolgreiche Führung besinnt sich also nicht auf (hinterhältige) Tricks, um gut anzukommen, sondern stellt sich selbst in den Hintergrund und fördert das Team.

Eine gute Führung schafft also die Voraussetzungen, dass gute Zusammenarbeit gelingen kann. Sie sorgt für Koordination.

Natürlich gelingt ihr das nicht alleine oder am grünen Tisch.

Der Einzelne muss die Entscheidung treffen, ob er im Team kooperieren möchte. Ob er entschieden an Bord sein möchte. Ob er sich und seine wertvolle Lebenszeit in diesem Setting einbringen möchte. Wenn ja – und nur dann – kann das Team in die dritte Phase Koordination eintauchen.

Koordination

Die vorbereitete Umgebung:

Hier schaffen wir die systemischen Voraussetzungen für eine gelingende Zusammenarbeit.

Stichwort Staffelstabübergabe. Hindernisse aus dem Weg räumen. Dinge vereinfachen.

Was braucht der  Kollege, um optimal weiterarbeiten zu können? Was erleichtert eine gute Zusammenarbeit? Wie gelingt es, dass Mitarbeiter wieder in die Eigenverantwortung gehen?

Ganz nach dem Motto: Verantwortung kann man nicht vergeben – Verantwortung muss man sich nehmen. Dies gelingt z.B. mit klaren Zuständigkeiten, klaren Abläufen, Mental Load-Abbau. Es gelingt mit geteiltem Wissen, mit Vertrauen statt Misstrauen und einer gesunden Fehler-Einstellung: „Guter Punkt! Hatten wir so noch gar nicht auf dem Schirm. Wie können wir das lösen?“

Pragmatisch. Hemdsärmelig. Veränderungen anpacken und einfach mal ausprobieren, statt in Dauerschleife immer wieder nur darüber zu reden.

Nüsse sind zum Knacken da. 

Wo zeigen sich Systemfehler? Was fällt uns immer wieder vor oder sogar auf die Füße? Und dann gilt es, ins Handeln zu kommen. Wie geht das leichter? Welche Hürden können wir aus dem Weg räumen? Wie können wir die Abläufe so verbessern, dass immer alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist (Personen, Materialien, Geräte, Informationen oder auch notwendige Dokumente)? Nur darauf kommt es an.

Erst die Entscheidung jedes Einzelnen im Team: Will ich mich einbringen? Bin ich kooperativ?

Und dann die Abläufe gestalten, damit es einfacher wird. Damit Mental Load abgebaut werden kann. Damit gestalten statt verwalten zur guten Gewohnheit wird. 

PRAXISENTWICKLUNG
tief verwurzelt & AUS DER MITTE HERAUS:

 

Es braucht Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit & Strukturen. Es braucht ein gutes System, in dem wir unser volles Potential entfalten können. Indem wir gemeinsam wachsen können.

Es braucht KONZENTRATION und KOOPERATION. Erst wenn das gegeben ist, gelingt KOORDINATION. Nicht umgekehrt.

GRATIS QM-WEBINAR AM 09. September 2026

Dir fällt es noch schwer, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden?

Du fragst dich, wie du am besten anfängst und was du tun kannst, damit dein QM wirklich was bringt?

Dann komm in mein gratis Webinar. Dort zeig ich dir ...

  • Wie du am besten anfängst, ohne überfordert zu sein.
  • Was die verpflichtende QM-RiLi des G-BA innerhalb von 3 Jahren von dir als Zahnarzt fordert.
  • erfolgreiche Wege, die dein QM und vor allem deine Praxis aufblühen lassen.
  • Wie du ganz einfach dafür sorgst, dass dein QM aktuell bleibt.💎
Lässig statt lästig ans Ziel. 4 Gründe, warum wir das mit QM alles machen.

Lässig statt lästig ans Ziel. 4 Gründe, warum wir das mit QM alles machen.

Lässig statt lästig ans Ziel.

 

Ohne Gedöns. Ohne Schnickschnack. Ich zeig dir jetzt, warum wir das alles machen. Warum braucht es überhaupt ein QM in der Zahnarztpraxis? Und wie gelingt es mir, auch noch lässig statt lästig ans Ziel zu kommen?

Der Alltag hat uns alle fest im Griff. Sinnloser QM-Aktionismus leider auch. Meist aus Unwissenheit und der damit verbundenen Unsicherheit. Stunden, Tage, Monate ziehen ins Land. Oft verpufft. Weil der rote Faden fehlt.

Und wir vergessen bei allem Aktionismus, warum QM? Bevor du also weiter Zeit verbrennst, lass uns dieser Frage jetzt mal in Ruhe nachgehen: Warum QM?

    1. Transaktionskosten senken.
    2. Rechtssicherheit, ruhig schlafen können
    3. Magnet für neue Mitarbeiter (wir haben Fachkräftemangel)
    4. Wir wollen, dass dir deine Wunschpatienten die Bude einrennen (mit den richtigen Patienten (und dem damit verbundenen Umsatz) machts mehr Spaß).

Wir machen QM in erster Linie NICHT, um Abläufe zu verbessern.

Vielmehr verbessern wir Abläufe, um den oben genannten Zielen näher zu kommen. Verbesserte Abläufe und eine sinnvolle Praxisstruktur sind das Mittel zum Zweck. Mit QM schaffst du ein System, dass dir dein Arbeitsleben erleichtert und deinem Privatleben mehr Zeit schenkt.

QM schenkt dir Sicherheit und sorgt dafür, dass deine Praxis mit jeder Kündigung besser wird. Einfach nur deshalb, weil du nicht jedes Mal von vorne anfängst, sondern mit jedem neuen Mitarbeiter weitere Expertise ins Haus holst. Du baust ein System und feilst daran. Du kümmerst dich aktiv darum, dass du als DER ZAHNARZT am Platz wahrgenommen wirst.

Macht doch Sinn, oder? Lass uns jetzt die Details beleuchten:

ERSTENS: Transaktionskosten senken

Mit einer Cerec-Krone oder Füllung verdienst du Geld. Klar. Das sind Prozesse, die unmittelbar der Wertschöpfung dienen und deine Kasse klingeln lassen.

Mit der Wartung deiner Stühle oder der Materialbestellung schauts schon ganz anders auch. Sie kosten richtig viel Geld und können damit eine ordentliche Kerbe in deine Bilanz schlagen.
Meine (und vielleicht auch deine) Erfahrung: Viele Geräte, die eigentlich gewartet und geprüft werden müssten, fallen unter den Tisch.

  • Weil es einfach keiner besser weiß.
  • Weil Geräte vergessen werden, wenn der Techniker da ist.
  • Und wo sind die ganzen Unterlagen und Prüfprotokolle dazu? Weiß Lisa. Lisa ist aber nicht mehr da.

VVG §81 lässt grüßen. Dort steht, dass Versicherungsleistungen reduziert oder gestrichen werden können, wenn der Betreiber seinen Pflichten vorsätzlich oder fahrlässig nicht nachkommt. Das kann bei einem Brand teuer werden.
Denn zu deinen Betreiberpflichten gehören nun mal ordentlich geprüfte Geräte.

Anderes Beispiel: Einkauf.
Die Schränke chaotisch. Materialien sind oft abgelaufen oder fehlen… Das alles kostet richtig Geld und verhindert möglicherweise sogar, dass die gewünschte Behandlung stattfinden kann. Wenn’s ganz dumm läuft, steht der Patient sogar auf der Matte, weil vorher keiner geschaut hat, ob alles da ist.

Transaktionskosten sind alle Prozesskosten, die deinen Laden am Laufen halten, aber nicht unmittelbar der Wertschöpfung dienen. Diese zu optimieren ist für eine eine wirtschaftlich agierende Praxis selbstverständlich.

Dein QM-Job als Betreiber ist es nun, das Wartungsprozedere so zu organisieren, dass du künftig möglichst wenig Behandlungszeit dafür investieren musst. Meine Kunden brauchen für die Organisation und Archivierung der Prüfprotokolle noch rund 60 Minuten im Jahr.

ZWEITENS: Deine Pflicht als Betreiber ist es, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.

Dein QM-Job: Die Vorgaben effizient und strukturiert erfüllen, damit möglichst wenig Zeit dafür drauf geht und an alles gedacht wird. Personenunabhängig.

DRITTENS: Mitarbeiter magnetisch anziehen.

Mit geregelten Abläufen, schaffen wir es über kurz oder lang, dass dirgute Mitarbeiter die Bude einrennen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. Denn natürlich wirst du im Vorstellungsgespräch genau davon erzählen. Deine Bewerber werden beim Probearbeiten spüren, dass es bei dir besser läuft, als beim Dr. Maier nebenan.

Als Ergebnis meiner Mitarbeiterbefragungen kann ich dir hier mit auf den Weg geben, dass sich dein Team genau das wünscht: klare Zuständigkeiten und abgestimmte Abläufe. Ist doch super. Denn genau daran kannst du arbeiten.

Auch auf diese Frage will ich hier eingehen. Eine Frage, die viele meiner Kunden verzweifeln und oft demotiviert zurück lässt:

 

Lässig statt lästig ans Ziel.

Wie kann ich meine Mitarbeiter „aktivieren“? Wie kann ich dafür sorgen, dass sie mitmachen und sich aktiv einbringen?

Gleich vorweg: Das kannst du nicht.

Bist du als QMB oder Chef dafür verantwortlich, dass alle Mitarbeiter Bock auf ihren Job haben? Dass sie sich einbringen und gute Qualität abliefern?

Nein. Du kannst nur die Voraussetzungen dafür schaffen, damit der Laden läuft. Du kannst Zuständigkeiten klären, Abläufe durchdenken. Und sobald das System steht, wirfst du den Ball unmittelbar zurück ins Team.

Denn jetzt sind sie am Zug und deine Rolle verändert sich:
Jetzt bist du in erster Linie „Raum-Schaffer“ und „Ermöglicher“. Du nimmst die Vogelperspektive ein. Du schaffst Räume (z.B. Teambesprechungen), damit dein Team in den Austausch gehen und Abläufe, die nicht optimal laufen, beleuchten kann. Deine Rolle dabei? Fragen. Sei nicht der, der alles vorgibt. Sondern stelle Fragen.“Was meint ihr? Was können wir tun? Welche Ideen habt ihr?

Und vielleicht nicht beim ersten Meeting. Aber schon bald wird sich das Blatt wenden. Deine Mitarbeiter werden überlegen. Mitdenken. Sie werden gute Ideen haben (die ihr dann hoffentlich umsetzt!). Und sie werden spüren: „Wie geil ist das denn! Ich bin selbstwirksam!“. Sie werden das vielleicht nicht so formulieren. Aber sie werden spüren, dass sie was verändern und bewegen können.

UND GENAU DAS WILL QM! Keine Listen und Zettel. QM will, dass der Laden läuft. Dass Hindernisse und Hürden aus dem Weg geräumt werden. Dass gesetzlich verpflichtende Dinge routiniert umgesetzt werden. Dass Aufgaben, die sein müssen und viel Geld kosten (wie Wartungen) ohne Verschwendung von Behandlungszeit stattfinden. Und QM will, dass sich Mitarbeiter bei dir wohl fühlen. Sie wollen einen Arbeitsplatz, an dem es sich gut und gerne arbeitet.

Lässig statt lästig ans Ziel!

Nur, dass wir uns nicht falsch verstehen: Wir schaffen keine Wellnessoase! Jeder, der bei dir angestellt ist, muss zuverlässig seine Aufgaben erledigen. Das kannst, darfst und musst du klar einfordern. Denn alle im Team haben eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Sonst hättest du sie wahrscheinlich nicht eingestellt. Auch in Zeiten des Fachkräftemangels. Lass dich nicht erpressen. Es gibt die Organisation Zahnarztpraxis nur, weil es der Zahnarzt alleine nicht schafft. Als Konsequenz bedeutet es, dass JEDER IM TEAM gleich wichtig und eine wichtige Rolle/ Aufgabe zu erfüllen hat. Schließlich beschäftigst du keinen Portfoliomanager, sondern ZFAs oder ZMVs. Wir brauchen Kooperation. Zusammenarbeit. Und die gelingt mit klaren Zuständigkeiten besser.

VIERTENS: Der Hauptgrund für ein QM bzw. ein solides Praxismanagement ist DEIN PATIENT.

Denn er kann nicht unmittelbar einschätzen, was du fachlich drauf hast. Was bei deinem Patient ankommt, ist die Qualität der Abläufe.

    • Es sind die Menschen, die lächeln und sich nicht vor dem Patienten gegenseitig die Butter vom Brot nehmen.
    • Es sind die gut abgestimmten Momente.
    • Die Terminerinnerung.
    • Die Tags zuvor geprüfte Laborarbeit, damit auch wirklich alles da ist. Das Bleaching-Material, das schon mal aus dem Kühlschrank geholt wird.
    • Es ist die gute Doku, damit jeder sofort bescheid weiß und eine korrekte Auskunft erteilen kann.
    • Es ist die richtig ausgestellte Rechnung.
    • Es ist das gelüftete Warte- und Behandlungszimmer.
    • Und dass auch mal ein Lachen über dem Flur zu hören ist.
    • Es ist der Folgetermin oder die komplette Terminkaskade für die ZE-Behandlung, damit der Kunde gut planen kann (und wir natürlich auch!!!).
    • Es ist der BEV-Termin der nicht versäumt wurde… und alle Konsequenzen, die dran hängen.

Du willst lässig statt lästig ans Ziel und die Abkürzung nehmen? Dann komm in meine regelmäßigen gratis QM-Webinare. Hier gehen wir gemeinsam die ersten Schritte und du kennst den roten Faden.

 

So, jetzt bleibt mir nur noch, mich mit einem Zitat von Anthony Robbins zu verabschieden:

„Wer tut, was er immer getan hat,
bekommt, was er immer bekommen hat. „

 

In diesem Sinne auf ein bewegendes und energiegeladenes Jahr!

Deine Jutta

GRATIS QM-WEBINAR AM 09. September 2026

Dir fällt es noch schwer, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden?

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Lässiges statt lästiges QM: Ein Gespräch mit Jutta Oischinger

Lässiges statt lästiges QM: Ein Gespräch mit Jutta Oischinger

Ich bin fest davon überzeugt, dass QM in der Zahnarztpraxis nicht unbedingt mühsam sein muss.

Vielmehr ist es der Schlüssel zu mehr Wirtschaftlichkeit und einer hohen Mitarbeiterbindung.

Im Interview erläutere ich dir, wie es gelingen kann, die Angst vor einem vermeintlich komplexen Thema in Freude umzuwandeln und wie medikit mit seinen Tools dabei helfen kann.

QM kann nur funktionieren, wenn es einfach und praktisch ist. Lässig statt lästig…

QM kann Abläufe verbessern. Klar soweit. QM kann dir helfen, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Auch keine Überraschung.

Aber QM kann soviel mehr. Mit einem modernen und transparenten QM kann es dir z.B. gelingen, dich als erstklassiger Arbeitgeber zu positionieren. Bei dem aktuellen Personalmangel doch keine schlechte Idee, oder?

In diesem Interview erfährst du, wie auch du das hinkriegst und wie dir medikit mit seinen Tools dabei helfen kann. 

In deiner Zahnarztpraxis wird QM noch zu kompliziert gedacht und gemacht? Dann lies mal hier…

(Lesezeit: 5 Minuten)

5 QM-Tipps für die Zahnarztpraxis

5 QM-Tipps für die Zahnarztpraxis

Rasen, Obstbaum oder Blütenpracht. Jeder (Hobby)Gärtner weiß, dass ein Garten Pflege braucht. Es braucht Wissen. Es braucht Zeit und es braucht das entsprechende Werkzeug. Wer eine Rose mit einer stumpfen oder rostigen Gartenschere schneidet, wird keine lange Freude an seiner Rose haben. (hier braucht es ein „kaltes Herz und eine scharfe Schere“. Aber das nur am Rande.) Wer seinen Rasen nicht vertikutiert, dem bleibt Moos. Und auch Obstbäume richtig schneiden will gelernt sein.

Und wann gelingt Garten?

Wenn du weißt, wer sich drum kümmert ist das schon mal die halbe Miete. Und wenn der Kümmerer sich auskennt ist das der Jackpot. Hättest du auch gewusst? Prima. Dann kommt mit. 

Denn jetzt legen wir die Baumschere beiseite und tauchen direkt in deine Zahnarztpraxis: Wie gelingt denn Alltag in der Zahnarztpraxis?

Logisch! Klare Zuständigkeiten festzulegen ist wichtig. Damit Abläufe aber wirklich reibungslos funktionieren – und dein Team zufriedener wird – braucht es mehr. In diesem Artikel erfährst du 5 QM-Tipps für die Zahnarztpraxis, die eure Abläufe spürbar verbessern.

Aufgaben ganz klar festlegen, abgrenzen und beschreiben

Dazu kann man tausend Listchen, Zettelchen und PostIts schreiben, die dann an den unterschiedlichsten Stellen zu finden sind. Kann man, muss man aber nicht. So geht es auch:

Eine echte Teamaufgabe: Erfasst alle Aufgaben in einer Liste, die bei euch anfallen. Alle. Auch der allabendliche Abwasch, Wäsche bügeln, Zimmer auffüllen, Patiententoilette prüfen. Dann schreibt hinter jede Aufgabe die Häufigkeit (täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich etc.)

Alle täglichen und wöchentlichen Aufgaben gehören in eine Checkliste. Am besten du legst 3 Checklisten an. Eine für Tätigkeiten am Morgen, eine für Tätigkeiten am Mittag und eine Checkliste für alle Tätigkeiten am Abend. Ich persönlich würde jede einzelne Checkliste noch in die vorhandenen Räume untergliedern. Also z.B. für für Empfang, Steri, Zimmer 1,2,3, Labor, Rö-Raum, Labor etc.

Du willst mehr aus deiner Praxis machen? Alles, was du dazu brauchst, findest du in der QM-Werkstatt.

Mit meinem Online-Kurs [QM-Werkstatt] wirst du schnell zum Experten und kannst deine Praxis mit einem super QM konsequent auf die nächste Stufe heben.

Aufgaben und Besonderheiten, die nur an bestimmten Tagen durchgeführt werden (z.B. Leitwerttest) kennzeichnen (z.B. in der CL Tätigkeiten am Morgen >> unter „Steri“ >> nur freitags: Leitwerttest). Aber packe die wöchentlichen Aufgaben unbedingt mit in diese Checkliste. So habt ihr eine zentrale Übersicht für alle täglichen und wöchentlichen Praxisaufgaben / Routineaufgaben für die einzelnen Zimmer. Diese ist verbindlich und übersichtlich.

Für alle anderen Aufgaben (monatlich, jährlich, 5-jährig etc.) empfehle ich, feste Zuständigkeiten inkl. Stellvertretung zu definieren und die Aufgaben etwas genauer zu beschreiben:

Behandlungsabläufe beschreiben

Ich denke wir sind uns darüber einig, dass uns eine „Silo-Organisation“ nicht weiterführt. Ein Silo besitzt keine Fenster. Wenn also A nicht weiß, was B macht oder B braucht, um ordentlich weiterarbeiten zu können, dann kann das nur zu Lasten der Arbeitszufriedenheit, der Wirtschaftlichkeit oder zu Lasten reibungsloser Abläufe geschehen. Eine moderne Praxis handelt wie ein optimal trainierter Staffellauf. Ein Hand in Hand arbeiten. Jeder in der Praxis interessiert sich für die Kollegen und weiß, was dieser im nächsten Arbeitsschritt benötigt, um optimal weiterarbeiten zu können.

Fragt euch immer: Sind alle Informationen, Materialien und Personen zur richtigen Zeit am richtigen Platz, um perfekt weiterarbeiten zu können.

EIN durchgehender, patientenorientierter Prozess. Der Patient betritt die Praxis, wird behandelt und der Patient geht mit einem Folgetermin bzw. klar kommunizierter Handlungsaufforderung.

Wenn ihr euch die Mühe macht und eure Behandlungsabläufe wie folgt beschreibt, verbessert ihr die Zusammenarbeit an den Schnittstellen maßgeblich und legt einen Fokus auf die Themen  Patientensicherheit, Patientenaufklärung und auch Dokumentation. Hat also auch mit Haftung zu tun.

Ich bin übrigens der Meinung, dass die Behandlungsdokumentation zur Kernkompetenz gehört und jedes Jahr geschult werden sollte. 3 Gründe:

 

  • Ihr verbringt mit Dokumentation so unendlich viel Zeit. Hier lohnt es doch zu erfahren, auf was es ankommt, sodass ihr schneller damit fertig seid und das Wichtige dokumentiert habt (ohne zeitfressende Prosa!).
  • Ihr könnt mit einer guten Doku wesentlich mehr abrechnen. Dann ist es doch hilfreich, die Stellschrauben zu kennen.
  • Und dann das nicht zu unterschätzende Haftungsthema.

Warum buchst du nicht mal eine externe ZMV und lässt dein Team 2 Stunden via Zoom schulen?

Aber zurück zum Thema Behandlungsabläufe. Hier eine kleine Anregung, wie so eine Ablaufbeschreibung für die einzelnen Behandlungstermine aussehen könnte:

  1. Was geschieht am Empfang?
  2. Welche Risiken gilt es zu beachten?
  3. Wie wird die Behandlung vorbereitet? Rö-Bilder, Instrumente, Geräte…
  4. Was wird dem Patienten erklärt gezeigt, mitgegeben?
  5. Behandlungsschritte
  6. Doku, nächste Schritte, Labor etc.

Organisatorische Ablaufbeschreibungen

Hier sind Abläufe wie die Materialbestellung, Instrumentenaufbereitung, Versand von Röntgenbildern oder Abläufe zur Ersten Hilfe gemeint.

Hier reichen Checklisten. Verliert euch nicht in Details. Und nutzt z.B. Screenshots, kleine Filme, um Abläufe zu beschreiben. Wenn ihr die Arbeitsplätze immer mal wieder wechselt (Job Rotation siehe unten), reichen stichpunktartige Ablaufbeschreibungen. Die dienen dann als Gedächtnisstütze, um sich schnell einzuarbeiten.

GRATIS QM-WEBINAR AM 09. September 2026

Dir fällt es noch schwer, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden?

Du fragst dich, wie du am besten anfängst und was du tun kannst, damit dein QM wirklich was bringt?

Dann komm in mein gratis Webinar. Dort zeig ich dir ...

  • Wie du am besten anfängst, ohne überfordert zu sein.
  • Was die verpflichtende QM-RiLi des G-BA innerhalb von 3 Jahren von dir als Zahnarzt fordert.
  • erfolgreiche Wege, die dein QM und vor allem deine Praxis aufblühen lassen.
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Das Zauberwort heißt Empowerment

Denn fehlendes Empowerment bedeutet, dass Andrea nicht in der Lage ist, eine Aufgabe selbstständig und adhoc auszuführen, ohne vorher die Erlaubnis oder die notwendigen Informationen dafür einzuholen. Die Folge: Du musst  Abläufe ständig überwachen, um dann eine Entscheidung treffen zu können.

Das kostet Zeit. Im Übrigen muss Andrea ihre Tätigkeit solange unterbrechen, bis du die Zeit gefunden hast, ihr dein „GO“ zu geben.

Beide Parteien verlieren Zeit und Motivation. Verfügt Andrea aber über das notwendige Know-How, ausreichende Informationen und die Entscheidungskompetenz, so ist sie in der Lage, selbst Entscheidungen zu treffen und den Ablauf selbstständig und ohne Unterbrechungen zu Ende zu bringen.

Das fördert die Motivation und Eigenverantwortlichkeit. Weil Andrea den gesamten Ablauf kennt, ist sie eher in der Lage, Verbesserungen zu erkennen und umzusetzen.

Übertrage also die Verantwortung für ganze Aufgabenbereiche. Das beinhaltet alle Aspekte von der Vorbereitung über die Ausführung bis hin zur Kontrolle.

Zeitgewinn ist das eine. Ein weiterer Punkt ist, dass wesentlich mehr Ideen und Verbesserungsvorschläge generiert werden. Denn – überspitzt gesagt – es denkt nicht nur Einer (der Chef) und gibt Anweisungen, sondern alle denken mit und bringen Verbesserungs- und Lösungsvorschläge ein.

Job Rotation

Ein wirkungsvoller Weg, um die Zusammenarbeit zu verbessern ist Job Rotation.

Das bedeutet, dass Mitarbeiter regelmäßig an unterschiedlichen Arbeitsplätzen arbeiten. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Andrea lernt unterschiedliche Arbeitsplätze kennen. Sie weiß also, auf welche Infos, Formulare, Materialien etc. es an diesem Arbeitsplatz ankommt, sodass störungsfrei gearbeitet werden kann. Das fördert eine ganz neue Sichtweise für Schnittstellen und die Zusammenarbeit wird sich ganz automatisch verbessern. Dein Team wird viel schneller auf Verbesserungspotentiale aufmerksam, weil die Zusammenhänge klarer werden. Weil sie den kompletten Behandlungsablauf, Aufbereitungsprozess oder die Bestellungen im Blick haben. Klingt nach Utopie? Probier es einfach aus.
  • Du bist unabhängiger von einzelnen Mitarbeitern, weil sich jeder Mitarbeiter an jedem Arbeitsplatz auskennt. Vielleicht nicht optimal, aber zumindest so gut, dass der Betrieb auch bei Personalausfall aufrecht erhalten werden kann. Und die Röntgenbilder auch verschickt werden können, wenn Maria schon im Feierabend ist.
  • Die Abwechslung fördert die Motivation und das Engagement!

Einfach mal kurz mit anpacken

Kommuniziere ganz klar im Team, wer für welche Aufgaben zuständig ist. Wer die Vertretung übernimmt. Egal ob Job Rotation oder feste Zuständigkeit. Je klarer die Aufgabenzuordnung, desto besser läuft es.

Am Besten läuft es, wenn deine Mitarbeiter alle Abläufe kennen, wenn es feste Zuständigkeiten gibt und sich trotzdem niemand zu schade ist, mal kurz mit anzupacken.

Wenn du Hilfsbereitschaft positiv bestärkst à la „Ich finde es stark, dass du gerade gesehen hast, dass Maria Hilfe braucht und du kurz mit angepackt hast. Vielen Dank dafür.“ wird sich dein Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen. Er fühlt sich gesehen und wird sich auch das nächste Mal nicht zu schade dafür sein, mit anzupacken.

Ein gutes Betriebsklima fördert den Zusammenhalt. Und guter Zusammenhalt ist wiederum die Voraussetzung, dass es sich lohnt, die bekannte Extrameile zu gehen. Und die gegenseitige Hilfe wird das Zusammenarbeiten so unendlich viel leichter machen. Aber das ist ein anderes Thema. 

Was tun bei gewachsenen Strukturen, die trotzdem nicht so richtig funktionieren?

Was tun, wenn eine klare Struktur fehlt? Wenn sich Kompetenzen über die Jahre verteilt haben – und dennoch nicht immer so eindeutig zugeordnet sind? Wenn es immer wieder zu Unzufriedenheit kommt?

Klar, wenn es immer wieder zu Fehlern oder Nacharbeiten kommt, ist es offensichtlich, dass du dir das Thema Zuständigkeiten mal etwas genauer anschauen solltest.

Was ist, wenn es doch eigentlich ganz gut läuft?

Du aber trotzdem nicht genau weißt, wer was wann macht?

Bei mir läuten hier sofort die Alarmglocken und ich will dir auch erklären warum:

Bei Fluktuation ist das komplette Wissen weg. Von heute auf morgen.

Und die Abläufe laufen aus dem Ruder. Wie ist das mit der Röntgenprüfung? Wie sind die Passwörter? Wie läuft das mit den STKs? Eine Ordnungswidrigkeit, wenn das Medizinprodukte-Buch fehlt? Was ist ein Medizinprodukte-Buch? Und was hat es mit der Herstellereinweisung auf sich? Warum fehlen die Materialien? Jetzt müssen wir dem Bleaching-Patienten absagen!

Du willst dich nicht blind auf einen Mitarbeiter verlassen.

Das hat nichts mit Kontrollwahn zu tun, aber du willst jederzeit den Überblick behalten. Du willst immer wissen, was in deiner Praxis läuft. Und wenn die Lagerplätze für Instrumente oder Materialien verändert werden, dann willst du das wissen. Es kann nicht angehen, dass du als Letzter davon erfährst und im Zweifelsfall nichts mehr findest.

Das erfordert natürlich Interesse an der Praxisorganisation. Das bedeutet, dass du dir die Zeit nimmst, reibungslose Abläufe zu organisieren. Du brauchst das nicht alleine machen. Hol dir versierte Mitarbeiter ins Boot. Macht das gemeinsam. Sowas macht ja Spaß! Aber du willst immer den Überblick behalten. Nicht im Detail. Aber du weißt ab jetzt, welche Aufgaben anstehen, und wer sich darum kümmert.

Du bist verantwortlich.

Für einen sicheren Arbeitsplatz. Für den Datenschutz. Für die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. Für die Patientensicherheit. Und die hat zum einen mit der fachlichen Behandlung zu tun. Aber zum Beispiel auch mit der richtigen Aufbereitung der Instrumente. Wenn du nicht weißt, wie die Instrumente aufbereitet werden, wie willst du dann sicherstellen, dass du nicht mit kontaminierten Instrumenten operierst? Dass anaerobe Sporen in den Wurzelkanal oder in den Knochen eindringen. 

Wenn du nicht sicherstellen kannst, dass die wasserführenden Systeme morgens 2 Minuten und nach jeder Behandlung 20 Sekunden gespült werden – wie willst du sicherstellen, dass nicht mit der nächsten Behandlung Blut des Vorpatienten, Pseudomonas oder Legionellen in den Mund des nächsten (vielleicht immunsuppressiven) Patienten gespült werden? Wie willst du sicherstellen, dass du mit dekontaminiertem Material arbeitest, wenn die Händedesinfektion nicht funktioniert? Oder die Schublade während der Behandlung mal eben schnell geöffnet und mit den Handschuhen reingegriffen wird? 

Wenn es zu Unfällen kommt und deine Mitarbeiter nicht unterwiesen wurden, dann bist du dafür haftbar. Unfälle passieren. Aber du willst vorher dafür Sorge zu tragen, dass der D-Arzt definiert ist, dass das Verbandbuch genutzt wird und nach einem Nadelstich jedes Mal die ganze Maschinerie losgetreten wird. Hier kann es um Rentenansprüche gehen. Du willst vorher zum Thema persönliche Schutzausrüstung unterweisen und dann das Thema konsequent im Blick behalten. Du bist im Schaden haftbar, wenn du dich nicht gekümmert hast.

Du willst diese essentiellen Themen nicht blind an einen Mitarbeiter delegieren. Du willst wissen, welche Anforderungen du erfüllen musst und dann überlegen wer was übernehmen kann und darf.

Hilfreiche Links zum Thema QM-Tipps für die Zahnarztpraxis

Handlungshilfe für Führungskräfte: Kein Stress mit dem Stress

https://www.psyga.info/fileadmin/Angebote/PDFs/Handlungshilfe_fuer_Fuehrungskraefte.pdf

Die Autorin und Auditorin steht für Qualitätsmanagement mit Leichtigkeit und Weitblick. QM von Anfang an nützlich und praktisch sein. Es soll dabei helfen, den Praxisalltag zu vereinfachen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verbessern. 

Online QM Kurs für Zahnarztpraxen: der Turbo für dein QM

Online QM Kurs für Zahnarztpraxen: der Turbo für dein QM

Jetzt mal ganz unter uns: Geht’s dir auch so?

Angenommen, wir sprechen nicht von einem Online QM Kurs für Zahnarztpraxen:

Du gehst auf eine Schulung – die mehr oder weniger inspirierend ist – und je inspirierender, desto eher willst du etwas davon umsetzen.

Aber dann kommt der Haken. Du willst. Aber du kannst nicht. Es war einfach zu viel Input. Sehr interessant, aber viel zu viel auf einmal. Und so viele Details. Das konnte sich doch kein Mensch merken!

Wie war das nochmal mit den Geräten? Was und wie muss ich unterweisen? Und wo bekomme ich jetzt eine Vorlage für ein Bestandsverzeichnis her? Und dann schleicht sich immer wieder ein kleiner, zermürbender Gedanke ein: „Hoffentlich habe ich nichts vergessen.“ und „Hoffentlich stimmt das jetzt alles, so wie ich es gemacht habe…“

Und nach 4 Wochen hast du den Rest dann doch vergessen. Das ist zwar frustrierend. Aber leider ganz normal. Und es liegt nicht an dir, sondern am Lernformat:

Du merkst dir neue Dinge nicht besonders gut, wenn du sie nur hörst. Du kannst dir neue Inhalte am besten merken, wenn du sie erklärt bekommst und dann selbst loslegst und ausprobierst. Und genau das ist bei meinem Online QM Kurs für Zahnarztpraxen, der QM-Werkstatt, der Fall.

MOCUP_Schlüsselmomente

Du bekommst die Struktur und dann alle 2 Wochen ein neues Thema. Verständlich anhand von Videos aufbereitet, die du dir rund um die Uhr anschauen kannst.

Dazu viele Hilfestellungen und Vorlagen, um in kurzer Zeit die Rakete zu zünden. 

Bis zum Experten, durchläufst du 4 Lernstufen

 

Stufe 1: Unbewusste Inkompetenz:

Das ist der Normalzustand, bevor du dich mit einem neuen Thema befasst. Bevor du Noten lernst, sind es für dich Punkte mit Strichen auf Linien. Keine Ahnung was das bedeutet und wie das klingt. Achtel-  oder  Viertelnoten? Du hast keine Ahnung! Oder ein anderes Beispiel: Autofahren. Bevor du das erste Mal neben deinem Fahrlehrer sitzt, scheint es einfach nur kompliziert. Du hast keinen Schimmer, wie das gehen soll.

Stufe 2: Bewusste Inkompetenz:

Jemand erklärt dir, wie’s geht. Du lernst, dass es Noten gibt. Notenschlüssel. CDEFGAHC… Dein Fahrlehrer erklärt dir, dass es eine Schaltung und eine Kupplung gibt. Dass du mit dem ersten Gang anfährst, die Kupplung langsam kommen lässt… und auf der Autobahn in den höchsten Gang schalten solltest. Dass es Verkehrsschilder zu beachten gibt etc.

Stufe 3: Bewusste Kompetenz:

Hier kannst du Noten schreiben, du kannst vielleicht schon die ersten Töne auf einem Instrument spielen. Du kannst Auto fahren. Aber alles ist noch neu und du musst dich höllisch konzentrieren, damit du keinen Fehler machst. Fehler sind in dieser Stufe ganz normal. Du trittst aus deiner bisherigen Komfort-Zone heraus und lernst etwas völlig Neues. Wachstum.

Stufe 4: Unbewusste Kompetenz:

Hier wollen wir hin. Hier kommt Routine ins Spiel. Du hast dein Instrument viele Stunden, ja Monate geübt. Bist hunderte von Kilometern Auto gefahren. Du kannst eine Sache aus dem FF. Du bist Experte. Oder nah dran 😉

Was hat das mit QM zu tun? Und mit meinem Online QM Kurs für Zahnarztpraxen?

Wenn du ein neues Thema lernst, befindest du dich in der ersten Lernstufe „Unbewusste Inkompetenz“. Wenn du den Kurs absolviert hast, in der bewussten Inkompetenz.

Wenn du eine Präsensveranstaltung besuchst, die noch so gut war, wirst du danach alleine gelassen. Du hast es zwar gehört. Aber noch nicht selber gemacht. Es werden Fehler passieren und du wirst vieles wieder vergessen, wenn du nicht dran bleibst und übst. Oder Fragen stellen kannst, weil du unsicher bist.

Du willst mehr aus deiner Praxis machen? Alles, was du dazu brauchst, findest du in der QM-Werkstatt.

Mit meinem Online-Kurs [QM-Werkstatt] wirst du schnell zum Experten und kannst deine Praxis mit einem super QM konsequent auf die nächste Stufe heben.

Wenn du ein neues Thema bearbeitest – und QM wird dir normalerweise nicht in die Wiege gelegt, sondern ist irgendwann komplett neu für dich – wirst du Dinge ausprobieren.

Du verlässt deine Komfort-Zone.

Du beginnst du lernen und entwickelst dich weiter.

Es kommt zum Wachstum. Das ist natürlich großartig.

Aber es werden auch Fehler passieren.

Vorsorgeuntersuchung

Wäre es nicht erleichternd, wenn du in dieser Wachstumsphase eine routinierte Expertin an der Seite hast, die das Ganze schon zig Mal gemacht hat? Eine, die sich auskennt, die dich monatelang an die Hand nimmt und auch gleich noch ein paar Tipps parat hat. Die QM nicht nur an Dokumenten fest macht, sondern das große Ganze sieht. Demografische Realitäten im Blick hat. Die weiß, was die Generation Y oder Z von ihren Arbeitgebern erwarten – ja verlangen? Die sieht, dass es Zahnärzte wie Sand am Meer gibt. Dass sich jeder Patient und noch wichtiger: jeder Mitarbeiter seinen Arbeitgeber – sprich Zahnarztpraxis – aussuchen kann?

Als Zahnarzt bist du abhängig.

Du bist inzwischen nicht mehr in der komfortablen Situation, dir dein Personal groß aussuchen zu können. Dein Personal sucht dich aus.

Der Personalmangel ist angekommen und rollt immer weiter wie eine Lawine auf dich zu. Auszubildende brechen ihre Lehre ab, weil sie sich nicht wohl fühlen. Weil sie sich etwas anderes erwartet haben und weil das Gehalt (in einer Stadt wie München um so mehr!) einfach nicht mehr happy macht.

Mitarbeiter stellen horrende Gehaltsforderungen. Einfach weil sie es können. Sie kündigen. Einfach weil sie es können und einen Tag später einen neuen Job finden. Angestellte Zahnärzte gehen. Weil es 5 Häuser weiter auch einen tollen Job gibt.

Patienten setzen eine moderne Ausstattung und High End Medizin schon lange voraus. Damit kannst du keine Katze mehr hinter dem Ofen vor locken. Du kannst dich damit auch nicht mehr von deinen Kollegen abheben. Digitales Röntgen, das auf Websites immer wieder angepriesen wird – ist doch sowas von normal.

Was letztendlich den Unterschied macht, ist nicht nur Hightech, sondern Hightouch.

Das ist die Extrameile, die ihr geht. Weil ihr eure Patienten kennt. Weil ihr Wunschpatienten definiert und dann eure Abläufe konsequent auf deren Bedürfnisse ausrichtet. Das regt zum Weiterempfehlen an. Nicht das Cerec.

Wenn du deine Auszubildende als billige Helferin betrachtest, ist es kein Wunder, dass sie früher oder später das Handtuch wirft.

Es braucht in Zukunft mehr.

 

GRATIS QM-WEBINAR AM 09. September 2026

Dir fällt es noch schwer, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden?

Du fragst dich, wie du am besten anfängst und was du tun kannst, damit dein QM wirklich was bringt?

Dann komm in mein gratis Webinar. Dort zeig ich dir ...

  • Wie du am besten anfängst, ohne überfordert zu sein.
  • Was die verpflichtende QM-RiLi des G-BA innerhalb von 3 Jahren von dir als Zahnarzt fordert.
  • erfolgreiche Wege, die dein QM und vor allem deine Praxis aufblühen lassen.
  • Wie du ganz einfach dafür sorgst, dass dein QM aktuell bleibt.💎

Um wieder zum Thema QM zurückzukommen.

Das sind nur 2 (wenn auch sehr wesentliche!) Gründe, warum QM heute so fest verwurzelt in eine Zahnarztpraxis gehört, wie die elektrische Zahnbürste in jedes Bad. Es steht einfach nicht zur Debatte.

QM ist soviel mehr als Dokumente und Bestandslisten.

Ist es nicht klasse, dass es einen Online QM Kurs für Zahnarztpraxen gibt, der dir genau dabei hilft? Sogar wenn du noch ganz am Anfang stehst und nur 2 Stunden Zeit in der Woche findest?

  • Ein Kurs, der dir zeigt, wie du dich positionieren kannst, um für Patienten und Mitarbeiter interessant und attraktiv zu bleiben?
  • Der dir hilft, alle Vorgaben strukturiert und mit Leichtigkeit zu erfüllen.
  • Der dich dabei unterstützt, einer Begehung entspannt entgegen zu blicken? Und ZACK das richtige, aktuelle Prüfprotokoll aus dem Ordner zu ziehen?
  • Der es dir erlaubt, dich zurückzulehnen und neue Impulse zu genießen. Mal aus dem täglichen Hamsterrad auszubrechen?
  • Unabhängig von festen Webinarzeiten? Mit klar strukturieren Modulen, mit kompakten Lernvideos konkreten To Do’s, damit du schneller fertig bist?

Und das für 10 Monate? Regelmäßig und im ganz persönlichen Gespräch? Ich habe all mein Wissen und meine QM-Berufserfahrung in diesen Online QM Kurs für Zahnarztpraxen gepackt. Damit du rund um die Uhr davon profitieren und mit der QM-Werkstatt die Abkürzung nehmen kannst.

Quasi den Turbo zünden und bald einen Haken dran machen kannst. Neue Sichtweisen gewinnst und dann gezielt die notwendigen Schritte in die Wege leiten kannst.

QM bietet mehr als G-BA-Richtlinie oder Themen der Arbeitssicherheit (aber auch das gibt’s natürlich in der QM-Werkstatt ;))

Wenn du also keine Lust mehr auf schnödes, langweiliges QM hast. Wenn du deine Praxis richtig nach Vorne bringen und dabei 10 Monate von einem routinierten Experten begleitet werden willst. Dann komm in die QM-Werkstatt.

Der nächste Kurs startet Ende Januar 2022.

Hilfreiche Links zum Thema Online QM Kurs für Zahnarztpraxen

https://qm-oischinger.de/qm-online-kurs-zahnarztpraxis-qm-werkstatt/

Die Autorin und Auditorin ist leidenschaftliche Anhängerin von einfachen und praktischen Lösungen. QM muss von Anfang an nützlich sein. Es soll dabei helfen, den Praxisalltag zu vereinfachen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verbessern. 

E-Checks in der Zahnarztpraxis sind Pflicht. Aber nicht nur das.

E-Checks in der Zahnarztpraxis sind Pflicht. Aber nicht nur das.

„Ja krass! Kannst du mir das bitte nochmal alles zusammenschreiben? Das ist ja der Hammer, an was ich da alles denken muss!“ 
Klar! Mach ich doch gern. Und damit du auch gleich was davon hast, gibt’s heute diesen Blog-Artikel zum Thema E-Checks in der Zahnarztpraxis. Naja. Es wird nicht nur um E-Checks in der Zahnarztpraxis gehen. Thema sind alle Prüfungen, die von dir als Praxisinhaber und damit Betreiber verpflichtend gefordert sind.

Das gleich vorweg: Ich halte gar nichts davon, Ängste zu schüren. Ich bin einfach der Meinung, dass du das Geräte-Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest. Denn das könnte bald fatale Folgen für dich haben. Schließlich will kein Mensch wegen nem alten Wasserkocher auf einem 6 oder gar 7 stelligen Brandschaden sitzen bleiben, oder sich strafbar machen, weil durch ein defektes Gerät ein Mitarbeiter oder Patient zu Schaden kam.

E-Checks in der Zahnarztpraxis sind Pflicht. Daran kommst du nicht vorbei. Ja, sicher kostet es  Überwindung, weil viele einfach nicht wissen, wo sie am besten anfangen sollen. Dabei ist das Thema schnell erledigt. Alles was es braucht, ist einen strukturierten Start. Und etwas Zeit, um sich durchzuarbeiten. Du bekommst am Ende dieses Artikels einige Tipps an die Hand, sodass du schnell fertig bist.

Verbindliche Prüfpflicht nicht nur für E-Checks in der Zahnarztpraxis

Hier sind die wichtigsten Infos, warum sich für Medizinprodukte und Elektrische Geräte im Allgemeinen eine rechtliche – und damit verbindliche – Prüfpflicht ergibt:

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

§ 4 Grundpflichten des Arbeitgebers

(1) Arbeitsmittel dürfen erst verwendet werden, nachdem der Arbeitgeber

  1. eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt hat,
    2. die dabei ermittelten Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik getroffen hat und
    3. festgestellt hat, dass die Verwendung der Arbeitsmittel nach dem Stand der Technik sicher ist.

§ 23 Straftaten

(1) Wer durch eine in § 22 Abs. 1 bezeichnete vorsätzliche Handlung Leben oder Gesundheit eines Beschäftigten gefährdet, ist nach § 26 Nummer 2 Arbeitsschutzgesetz strafbar.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

DGUV 3 § 5 Prüfungen
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. […] Die Fristen sind so zu bemessen, dass entstehende Mängel, mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden.

Versicherungsvertragsgesetz (VVG)

§ 81 Herbeiführung eines Versicherungsfalles

(1) Der Versicherer ist nicht zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich den Versicherungsfall herbeiführt.
(2) Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, ist der  Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen.

Und genau deshalb verschaffen wir uns zu Beginn des QM-Projekts erst mal einen Überblick und sorgen dafür, dass die gesetzlichen Vorgaben erledigt sind. 

Wir gehen alle Geräte durch. Erstellen Bestandslisten und schauen, ob z. B. alle Medizinproduktebücher, Herstellereinweisungen, E-Checks, STK, DIN 62353 Prüfungen etc. vorhanden sind… Es scheint uferlos. Und wenn ich ehrlich bin, ist es das auch. Hilft aber nix. Du musst dich auskennen, brauchst einen Überblick und dann kannst du alle Maßnahmen in die Wege leiten.

Denn wenn es erst mal brennt, zahlt dir bei fehlenden E-Checks in der Zahnarztpraxis keine Versicherung!

Darauf kommt es jetzt an:

Damit du ab jetzt auf der sicheren Seite bist und alles für den Schutz deiner Mitarbeiter, deiner Patienten und deines Portemonnaies getan hast, gibt’s hier die Checkliste mit den To Do’s:

Du willst mehr aus deiner Praxis machen? Alles, was du dazu brauchst, findest du in der QM-Werkstatt.

Mit meinem Online-Kurs [QM-Werkstatt] wirst du schnell zum Experten und kannst deine Praxis mit einem super QM konsequent auf die nächste Stufe heben.

Neues aktives Medizinprodukt

Aktive Medizinprodukte sind solche, die mit Hilfe einer externen Energiequelle (Strom, Akku, Batterie, thermische oder kinetische Energie oder Gasdruck) betrieben werden.

Das musst du jetzt umsetzen:

  • CE-Kennzeichen vorhanden?
  • Gerät in Bestandsverzeichnis nach §13 MPBetreibV erfassen
  • Herstellerangaben, Gebrauchsanweisungen, Gerätebücher zugänglich aufbewahren
  • Mitarbeiter-Unterweisung in die sachgerechte Handhabung aller aktiven Medizinprodukte inkl. Doku (Tipp: pro Zimmer)
  • Wartungen gemäß Herstellerangaben
  • E-Checks in der Zahnarztpraxis (DGUV V3-Prüfung)
  • Ggf. Sicherheitstechnische Kontrolle nach DIN 62353 (z.B. für Behandlungsstühle, Röntgengeräte etc. (siehe Herstellerangaben / Wartungsinfos)
  • Falls spezielle Wartungen oder DIN Prüfungen gefordert sind, dann erfasse die Geräte und die Termine zur Übersicht in einer Liste der „Wiederkehrenden Termine“ und plane sie rechtzeitig.
  • Bei Bedarf Meldung von Vorkommnissen an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Bei Mängeln werden die betroffenen Geräte sofort gekennzeichnet, ausgesondert & repariert. Die Praxisleitung ist zu informieren.

Neues Medizinprodukt der Anlage 1

Medizinprodukte gemäß MPBetreibV Anlage 1 sind z.B. Lasergeräte der Klasse 3B, 3R & 4, HF-Chirurgiegeräte (z.B. Elektrotom, Piezo), Nervenfunktionsgeräte (Pulpenprüfer, Tens), Reizstromgeräte (z.B. Defi), Inhalationsnarkosegeräte. Weitere Geräte findest du in diesem Link:

https://www.gesetze-im-internet.de/mpbetreibv/anlage_1.html

Das musst du jetzt umsetzen:

  • alle Maßnahmen siehe „Neues aktives Medizinprodukt“   PLUS
  • Medizinproduktebuch
  • Herstellereinweisung der „vom Betreiber beauftragten Personen“ inkl. Doku!! (meint Herstellereinweisung des Ersteinweisers –  also der Person, die in deiner Praxis weitere Personen in der Handhabung des Anlage 1 Gerätes einweisen darf. Mein Tipp: Das sollte die Praxisleitung sein. Denn sollte der Ersteinweiser die Praxis verlassen, musst du die Herstellereinweisung nochmal zahlen.)
  • Alle Personen, die mit dem Anlage 1-Gerät (z.B. Elektrotom) arbeiten, müssen vom Ersteinweiser in die sachgerechte Handhabung eingewiesen werden – inkl. Doku!!
  • STK (Sicherheitstechnische Kontrollen)
  • Ggf. Betriebsanweisungen erstellen (z.B. Laser)

Neues Medizinprodukt der Anlage 2

Medizinprodukte gemäß MPBetreibV Anlage 2 sind z.B. Blutdruckmessgeräte, elektrische Fieberthermometer.

https://www.gesetze-im-internet.de/mpbetreibv/anlage_2.htm

Das musst du jetzt umsetzen:

  • alle Maßnahmen siehe „Neues aktives Medizinprodukt“    PLUS
  • Medizinproduktebuch
  • MTK (Messtechnische Kontrollen)

Sonstige elektrische Geräte wie Bildschirm, Telefon, PC oder Steckdosenleiste (ja, auch die)

Das musst du jetzt umsetzen:

  •  CE-Kennzeichen?
  • Gerät in Bestandsverzeichnis für elektrische Geräte erfassen
  • Herstellerangaben, Gebrauchsanweisungen oder Gerätebücher zugänglich aufbewahren
  • Wartungen gemäß Herstellerangaben
  • E-Checks in der Zahnarztpraxis (DGUV V3-Prüfung)
  • Bei Mängeln werden die betroffenen Geräte sofort ausgesondert, repariert, Info an Praxisleitung
  • Ggf. Betriebsanweisungen erstellen

Tipps, damit du schneller fertig bist

Schritt 1:

Erstelle eine Bestandsliste für deine aktiven Medizinprodukte und für elektrische Geräte. 

Schritt 2:

Überprüfe anhand der Bestandsliste, ob alle Handbücher und Betriebsanweisungen vorhanden sind. Falls nicht, kannst du viele davon im Internet herunterladen. Ansonsten wendest du dich am besten direkt an den Hersteller.

Schritt 3:

Lege eine Liste mit Wiederkehrenden Terminen an. Die könnte z.B. so aussehen: Neben Gerät, Prüfart, Turnus und  letzter Prüfung legst du Spalten für die nächsten 10 Jahre an.

Anschließend liest du in allen Gerätehandbüchern unter dem Punkt „Wartung, Sicherheitstechnische Kontrollen“ nach, ob und wenn ja, in welchem Turnus die Prüfintervalle gefordert sind.

Anschließend schaust du in euren Unterlagen nach, wann die letzte Prüfung durchgeführt wurde und planst im richtigen Turnus die nächsten Prüftermine.

So hast du alles im Blick und kannst die Termine, die ein Techniker gemeinsam erledigen könnte, zusammenlegen. Das spart nicht nur Anfahrtskosten, sondern auch Zeit, die die Planung und Koordinierung des Technikers bzw. Terminverschiebungen für Patienten nach sich zieht.

Tipp: Ergänze in dieser Liste auch Termine für die Gefährdungsbeurteilung, Pflicht- und Angebotsvorsorgen, Mitarbeiterunterweisungen, Röntgenaktualisierung, BUS-Dienst, Brandschutzhelfer-Schulungen, Erste-Hilfe Kurs, Check des erste Hilfe Materials, Sicherheitsbericht MDR etc. Die Kammern geben häufig Listen mit wiederkehrenden Terminen raus.

Welche Geräte und Termine in deiner Liste landen ist natürlich sehr individuell. Hier ein fiktives Beispiel, wie sowas  aussehen könnte.

GRATIS QM-WEBINAR AM 09. September 2026

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  • Was die verpflichtende QM-RiLi des G-BA innerhalb von 3 Jahren von dir als Zahnarzt fordert.
  • erfolgreiche Wege, die dein QM und vor allem deine Praxis aufblühen lassen.
  • Wie du ganz einfach dafür sorgst, dass dein QM aktuell bleibt.💎
Wiederkehrende Termine

Schritt 4:

Überprüfe, ob du für alle Medizinprodukte der Anlage 1 die Herstellereinweisungen für den Ersteinweiser hast und ob die Medizinproduktebücher vorhanden sind.

Schritt 5:

Organisiere zeitnah die Termine für die E-Checks, Wartungen, STK etc. und, falls notwendig, bei Anlage 1 Geräten die Herstellereinweisungen für die Ersteinweiser (Tipp: das sollte die Praxisleitung selbst sein). Du weißt jetzt, im Schadensfall zahlt dir keine Versicherung!

Schritt 6:

Sobald die Ersteinweisung über die Bühne ist und vom Hersteller oder Depot schriftlich bestätigt wurde, müssen alle Personen, die mit dem Anlage 1-Gerät arbeiten (z.B. Elektrotom) eine Unterweisung vom Ersteinweiser in die sachgerechte Handhabung erhalten (inkl. Dokumentation!).

Schritt 7:

Falls notwendig (z.B. Röntgen, Laser, Elektrotom) Betriebsanweisungen erstellen.

Schritt 8:

Seit 2017 ist es verpflichtend, alle Mitarbeiter in die sachgerechte Handhabung aller aktiven Medizinprodukte inkl. Dokumentation einzuweisen. (z.B. zimmerweise). Nutze dafür z.B. die Herstellerangaben und Betriebsanweisungen) 

Noch ein Tipp zum Schluss: E-Checks sind teuer. Hol dir am besten 3 Angebote für die DGUV V3-Prüfung und vergleiche!

Das ist dein Ziel

Du hast einen Überblick über alle Geräte und alle Prüftermine und du hast alle Herstellerangaben, Unterweisungen und falls nötig Medizinproduktebücher strukturiert abgelegt. Das heißt, jeder Mitarbeiter kann jederzeit auf alle Unterlagen zugreifen. Alle Prüfungen werden regelmäßig im richtigen Turnus durchgeführt. Die Prüfprotokolle werden systematisch abgelegt, sodass alles komplett und an einer Stelle zu finden ist.

Stell dir vor, ich frag dich, wann die letzte STK deines Elektrotoms durchgeführt wurde. Dann gehst du zielstrebig zum Ordner (oder elektronischen System) und ziehst alle Unterlagen raus. Da willst du hin.

P.S. Wenn du noch nicht weißt, welche Termine für deine Praxis (sonst noch) verpflichtend sind, nutze mein kostenloses Strategiegespräch. Hier gehen wir alles gemeinsam durch und als Ergebnis bekommst du von mir die Übersicht und damit die Sicherheit, die dich besser schlafen lässt.

Die Autorin und Auditorin steht für Qualitätsmanagement mit Leichtigkeit und Weitblick.  QM muss von Anfang an nützlich und praktisch sein. Es soll dabei helfen, den Praxisalltag zu vereinfachen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verbessern.