Unfassbar viel Rennerei. Ständig fehlt etwas. Alle sind erschöpft. Ruhe und konzentriertes Arbeiten? Fehlanzeige!
Bla-Bla-Teambesprechungen, die ohne Ergebnisse bleiben und nur Nerven & Zeit kosten.
Warum ist das so? Warum fällt es uns so schwer, die besprochenen Dinge umzusetzen?
Wie geht echte Veränderung? Und wie schaffen wir es, dieses wichtige Thema nicht dem Zufall überlassen zu müssen?
Genau das treibt mich seit nunmehr 25 Jahren um. Sowohl in meinem Job im Bereich Organisationsentwicklung bzw. Qualitätsmanagement als auch in meinem privaten Umfeld.
Ertrinkenden kann man nicht das Schwimmen beibringen.
Gerade QM: Wenn wir genauer hinschauen, dann ist QM mit all seinen Regularien ein Paradebeispiel dafür, wie Veränderung NICHT gelingen kann. – Zumindest, wenn man einen ganz wesentlichen Aspekt vernachlässigt. Denn regelmäßig werden die Vorschriften einfach zusätzlich in die Praxis gepresst und dann wundert man sich, warum sich nichts ändert. Ganz zu schweigen davon, dass sich etwas verbessert.
Warum? Weil die Basis fehlt. Weil zum alltäglichen Wahnsinn noch etwas dazu gepackt wird. Viel wichtiger wäre es jedoch, etwas wegzunehmen. Und damit für Ruhe und Sicherheit zu sorgen.
Einem Ertrinkenden kann man nicht das Schwimmen beibringen.
„Tension is the enemy of strength.“ Lawrence van Lingen
Vor einiger Zeit bin ich in den Triathlon eingestiegen und habe seitdem eine regelrechte Transformation durchlebt. Das größte Geschenk: Durch mein Lauftraining mit einem echten Profi kam ich zu einer ganz veränderten (Körper-) Haltung. (Und YEY! In seiner Community betreut er nicht nur Weltmeister Triathleten wie Jan Frodeno, sondern auch Normalos wie mich!)
Ich freue mich nicht nur über eine unfassbare Leichtigkeit beim Laufen, sondern bin durch eine einzige Übung in wenigen Monaten sogar 2 cm gewachsen. (Easy! Die Übung ist so leicht wie Legobauen. Und wäre ein Segen für dein gesamtes, rückengeplagtes Team). In jedem meiner künftigen Workshops bring ich meine Matte mit und zeig euch, wie das geht 😅 Durchs Wasser kraule ich jetzt – mit zig Kilos weniger unter dem Neopren – und endlich steht auch ein geiles Rennrad im Stall. Plus meine Neugier, was noch alles möglich ist.
Wie oft hab ich schon Laufkurse oder was weiß ich alles ausprobiert. Doch immer bin ich krachend gescheitert, weil es Methoden waren. Tricks.
„Halte den Arm so, die Beine so…“ alles Quatsch.
Die Muskeln sind nicht dazu da, die Knochen krampfhaft in der richtigen Position zu halten. Stattdessen müssen wir vorhandene Verspannungen lösen, die Zusammenhänge verstehen und gezielt daran arbeiten, dass die Knochen wieder natürlich „ins Lot“ und Bewegung damit leicht fallen kann.
Anschließend setzen die Muskeln nur noch Impulse.
Genauso die Ernährung. Diäten helfen nichts. Wir müssen verstehen, wie Stoffwechsel funktioniert und die Ernährung entsprechend unserem Alter und der Lebenssituation anpassen. Wir müssen an die Basis. Verstehen, wie es alles zusammenhängt.
Übertragen auf die Zahnarztpraxis und die Themen Führung oder Abläufe dito: Es hilft nichts, mit Tricks wie Zielvereinbarungen zu arbeiten, um die Leute zu motivieren und zu irgendeinem gewünschten Verhalten „zu bringen“. Das funktioniert so nicht. Wir können niemanden motivieren. Jeder entscheidet selbst, was ihn motiviert. Es hilft auch nichts, insgeheim unsere Mitarbeiter zu manipulieren. Deine Mitarbeiter sind ja nicht doof. Gute Führung geht anders.
Auch nachhaltige Veränderung geht anders. Sie ist keine Zauberei, sondern für jeden klar, leicht und nach etwas Übung auch einfach „umzusetzen“. Weil es die natürlichste Sache der Welt ist.
Es geht nicht darum, irgendeine Methodik „einzuführen“, die sich jemand ausgedacht hat. Vielmehr gilt es, die für euch passende Veränderung aus eurer Mitte heraus wachsen zu lassen.
Spielend leicht.
Konzentration
Betrifft den Einzelnen.
Wenn unsere Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft hängen, ist das die Hauptursache von Sorgen, innerer Unruhe, Angst und Stress. Man könnte auch sagen: Energievampire, die wir uns selbst in Gedanken erschaffen. In meinem Mentoring gehen wir diesen Grübeleien, die immer wieder Grund unserer Erschöpfung sind, an den Kragen.
Denn wir können jederzeit dafür sorgen, dass wir unsere – auf Wanderschaft geratenen – Gedanken zurückholen, um uns auf das zu konzentrieren, was gerade wichtig ist. Das hier und jetzt. Der Patient, der gerade vor uns sitzt.
Stell dir ein Auto vor, dass immer wieder vom A nach B und zurück fährt. Das kostet Zeit und Sprit. Viel effizienter wäre es, erst die Aufgabe an Ort A zu erledigen bevor wir nach B fahren.
Ähnlich verhält es sich mit unserer Konzentration. Wenn wir lernen, uns nicht zu verzetteln, sondern uns auf eine Sache zu konzentrieren, können wir unfassbar viel Energie sparen. Wir sind nicht nur ausgeruhter, sondern können uns in Themen besser vertiefen.
Auch wenn uns Konzentration nicht in die Wiege gelegt oder in der Schule gelehrt wird. Wir können diese lebensverändernde Kompetenz lernen und entwickeln.
Denn sobald wir uns gezielt fokussieren können, sind wir nicht länger Spielball der Anderen, sondern entscheiden selbst, wohin unsere Energie fließt. Was im Fokus ist – und vielleicht noch viel wichtiger: was nicht.
Wir sind präsenter. Wir können innere Unruhe und Stress besser bewältigen.
Schlaf abgezogen, stehen uns durchschnittlich 16 Stunden pro Tag zur Verfügung, um uns in Konzentration zu üben. Am besten übt sich in Konzentration, wenn das Thema einfach konsequent in den Alltag verlegt wird. Indem wir uns z.B. in Gesprächen 100%ig auf das Gegenüber fokussiert bleiben.
Wir sind das, was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist deshalb keine Handlung, sondern eine Gewohnheit. Aristoteles
Das heißt, wir haben es selbst in der Hand.
Wir können uns 10 Std. am Tag ablenken (lassen). Dann sind wir schon bald Profis im Abgelenkt sein. Oder aber wir nutzen die vielen Stunden, um uns im Alltag immer wieder zu fokussieren. Um zu üben.
Wir können nur ein fokussiertes Leben führen, wenn wir fokussiert sein können. Und das können wir nur, wenn wir es üben. Im Alltag. Nicht 30 Minuten am Tag in einer Meditation, wenn wir uns den Rest des Tages mit Insta & Co ablenken lassen. Wir entscheiden selbst.
Kooperation
Betrifft das Team.
Die Frage lautet: Warum gibt es die Organisation Zahnarztpraxis?
Weil es der Zahnarzt alleine nicht schafft. Die Aufgaben sind einfach zu vielschichtig. Könnte er es alleine schaffen, würde er es sicher tun!
Was ist die Folge? Jeder im Team ist gleich wichtig. Denn hätte der Mitarbeiter keine wichtige Aufgabe, wäre er wahrscheinlich nicht angestellt (Oder hat schon mal jemand einen Portfoliomanager in der Zahnarztpraxis gesehen??) Jeder leistet seinen wichtigen Beitrag, ohne den die Praxis nicht laufen würde.
Bedeutet: Es läuft erst dann reibungslos, wenn ich dem Nächsten so zuarbeite, dass dieser optimal weitermachen kann.
Dafür braucht es einen Schlüssel:
Kooperation. Den WILLEN zu WOLLEN. Füreinander. Miteinander. Es braucht eine Kooperationsarena. Eine Leistungspartnerschaft. Gute Kommunikationskanäle. Und es braucht Vertrauen. (wer hier vertiefend einsteigen will, dem empfehle ich die Lektüre von Reinhard K. Sprenger!!)
Warum ist Vertrauen so wichtig? Weil es Unternehmen schneller macht, weil es dafür sorgt, dass Wissen geteilt wird und weil es Kreativität und Eigenverantwortlichkeit fördert. Damit nicht genug. Vertrauen senkt die Kosten (wir können uns z.B. misstrauensgetriggerte Raport-Schleifen sparen) und es bindet unser wertvollstes Gut, den Mitarbeiter, und schützt dessen ureigene Motivation.
Nur so kann Führung langfristig erfolgreich sein. Und jeder, der schon mal verzweifelt versucht hat, seinen Stiefel im Team durchzudrücken, wird mir insgeheim recht geben. Vertrauen ist die Basis von Führung.
Wichtig zu wissen: Vertrauen ist nicht selbstverständlich, sondern wird gegeben. Dazu muss die Führung zumindest glaubwürdig, berechenbar und vor allem geradlinig und in ihrem Verhalten vorhersehbar sein. Erfolgreiche Führung besinnt sich also nicht auf (hinterhältige) Tricks, um gut anzukommen, sondern stellt sich selbst in den Hintergrund und fördert das Team.
Eine gute Führung schafft also die Voraussetzungen, dass gute Zusammenarbeit gelingen kann. Sie sorgt für Koordination.
Natürlich gelingt ihr das nicht alleine oder am grünen Tisch.
Der Einzelne muss die Entscheidung treffen, ob er im Team kooperieren möchte. Ob er entschieden an Bord sein möchte. Ob er sich und seine wertvolle Lebenszeit in diesem Setting einbringen möchte. Wenn ja – und nur dann – kann das Team in die dritte Phase Koordination eintauchen.
Koordination
Die vorbereitete Umgebung:
Hier schaffen wir die systemischen Voraussetzungen für eine gelingende Zusammenarbeit.
Stichwort Staffelstabübergabe. Hindernisse aus dem Weg räumen. Dinge vereinfachen.
Was braucht der Kollege, um optimal weiterarbeiten zu können? Was erleichtert eine gute Zusammenarbeit? Wie gelingt es, dass Mitarbeiter wieder in die Eigenverantwortung gehen?
Ganz nach dem Motto: Verantwortung kann man nicht vergeben – Verantwortung muss man sich nehmen. Dies gelingt z.B. mit klaren Zuständigkeiten, klaren Abläufen, Mental Load-Abbau. Es gelingt mit geteiltem Wissen, mit Vertrauen statt Misstrauen und einer gesunden Fehler-Einstellung: „Guter Punkt! Hatten wir so noch gar nicht auf dem Schirm. Wie können wir das lösen?“
Pragmatisch. Hemdsärmelig. Veränderungen anpacken und einfach mal ausprobieren, statt in Dauerschleife immer wieder nur darüber zu reden.
Nüsse sind zum Knacken da.
Wo zeigen sich Systemfehler? Was fällt uns immer wieder vor oder sogar auf die Füße? Und dann gilt es, ins Handeln zu kommen. Wie geht das leichter? Welche Hürden können wir aus dem Weg räumen? Wie können wir die Abläufe so verbessern, dass immer alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist (Personen, Materialien, Geräte, Informationen oder auch notwendige Dokumente)? Nur darauf kommt es an.
Erst die Entscheidung jedes Einzelnen im Team: Will ich mich einbringen? Bin ich kooperativ?
Und dann die Abläufe gestalten, damit es einfacher wird. Damit Mental Load abgebaut werden kann. Damit gestalten statt verwalten zur guten Gewohnheit wird.
PRAXISENTWICKLUNG
tief verwurzelt & AUS DER MITTE HERAUS:
Es braucht Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit & Strukturen. Es braucht ein gutes System, in dem wir unser volles Potential entfalten können. Indem wir gemeinsam wachsen können.
Es braucht KONZENTRATION und KOOPERATION. Erst wenn das gegeben ist, gelingt KOORDINATION. Nicht umgekehrt.
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