So einfach geht das?

Halten Sie QM für das große, unbekannte Wesen? Das große, komplizierte Projekt, dass Sie schon längst hätten angehen sollen aber lieber vor sich herschieben?

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann bleiben Sie dran. Mit diesem Blog möchte ich Ihnen einen konkreten, überschaubaren Plan für Ihr ganz persönliches QM geben.

Schritt für Schritt konkrete Praxistipps

Letztendlich geht es darum, das Beste für Ihre Praxis rauszuholen. Und dies ohne große Bürokratie oder TamTam, sondern schnell, einfach und gut. Das ist mein Ziel. Schließlich steht die Behandlung im Vordergrund und nicht der Selbstzweck QM. QM ist für die Praxis da. Nicht umgekehrt.

Warum das alles?

Zunächst stellen Sie sich die Frage, warum Sie QM einführen möchten? Und werden Sie sich darüber bewusst, ob Sie „nur“ die gesetzlichen Vorgaben erfüllen oder Ihre Praxis aktiv gestalten möchten? 

Aktiv werden? Dann  sind Sie hier richtig. QM nachhaltig und im Alltag verankert. Binden Sie Ihre Mitarbeiter von Anfang an mit ihren Fähigkeiten und Ressourcen ein. Zum einen fördert das ein Verständnis für strukturierte, rechtssichere Abläufe; zum anderen wird jeder in der Lage sein, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und die Praxis fortlaufend zu verbessern.

Hier ein paar Gründe – die Big Points – die meines Erachtens selbsterklärend sind:

Rechtssichere Abläufe

Sicherheit und Ordnung erreichen Sie durch strukturiertes Bearbeiten der gesetzlichen Vorgaben.

Dabei empfehle ich, die Themen nicht nur „abzuarbeiten“, sondern den Aufwand als lohnende Investition zu sehen.

Nehmen Sie Begehungen künftig ganz gelassen. Mit klaren Vorgehensweisen und Prüfintervallen im Blick.

Organisierte Praxis

Ich bin davon überzeugt, dass klar geregelte Zuständigkeiten und gut organisierte Abläufe zentrale Erfolgsfaktoren sind.

Und die Grundlage für ideal ausgelastete Behandlungsräume und eine zuverlässige Dokumentation Ihrer Leistungen zur optimalen Abrechnung.

Eine solide Basis für die strategische Weiterentwicklung Ihrer Praxis.

Mitarbeiter im Fokus

Mitarbeiter kennen ihren Arbeitsplatz am besten und sollen sich von Anfang an mit ihren Erfahrungen und Talenten einbringen.

Ich sehe Sie und Ihr Team als ein zentrales Schlüsselelement auf dem Weg zu gelebtem Qualitätsmanagement.

Ergebnis sind attraktivere Arbeitsbedingungen, um Ihr Team zu binden und passende Kollegen zu gewinnen.

Begeisterte Patienten

Sicher möchten auch Sie neue Patienten gewinnen und einen zufriedenen Patientenstamm aufbauen. Patienten, die Sie gut kennen und daher optimal behandeln können.

Durch effiziente Abläufe und einen geschulten Blick für das Wesentliche wird Ihr Team wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge haben.

Warum nutzen Sie diese Zeit nicht, um Ihre Patienten zu begeistern?

Gesichertes Know How

Inselwissen war gestern. QM in gut verräumten Ordnern auch.

Ein strukturiertes QM stellt Ihr  gesamtes Praxiswissen aktuell, transparent und an jedem Arbeitsplatz bereit.

Am besten erreichen Sie das IT- gestützt. Möglich ist z.B. ein Wiki, das auf Ihrem praxiseigenen Server installiert wird. Das heißt Ihre Daten sind absolut sicher.

 Alle Änderungen werden dokumentiert. Revisionssicher.

 

Nachdem Sie nun die konkreten Pluspunkte kennen, lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie wir das noch unbekannte Projekt QM in verständliche und machbare Schritte umwandeln können.

Natürlich sind die einzelnen Schritte mit Arbeit verbunden. Aber mein Ziel ist es, Ihnen so viel praktischen Inhalt zu liefern, dass Sie direkt loslegen können.

Schritt 1: Wo steht Ihre Praxis?

Selbstbild

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Ihre Zahnarztpraxis ausmacht? Warum Ihre Praxis so besonders ist? Hier ein paar Denkanstöße:

  • Sinn und Zweck Ihrer Zahnarztpraxis. Was möchten Sie mit Ihrer Praxis erreichen?
  • Welche fachlichen Schwerpunkte bieten Sie an?
  • Welche Patientengruppen möchten Sie erreichen? 
  • Wie ist Ihre Praxis strukturiert? 
  • Welche speziellen gesetzlichen Anforderungen gelten für Ihre Zahnarztpraxis? Hier müssen Sie nicht auf das BGB eingehen. Vorgaben wie DS-GVO oder Hygienerichtlinien sollten jedoch berücksichtigt werden.

Anforderungen und Erwartungen an Ihre Praxis

Konzentrieren Sie sich jetzt auf die Personen oder Institutionen, die ganz bestimmte Anforderungen oder Erwartungen an Ihre Praxis haben. Welche davon haben konkret Einfluss auf die Qualität Ihrer Praxis?

Ein Beispiel:

  • Patienten legen Wert auf geringe Wartezeiten und wünschen sich aktuelle Diagnose- bzw. Behandlungsmethoden. Ihr Team soll freundlich, zuvorkommend und hygienisch einwandfrei arbeiten.
  • Dem Gesetzgeber ist es dagegen egal, wie freundlich Ihr Team ist. Ihm kommt es z.B. auf zuverlässig umgesetzte Hygienerichtlinien an. 
  • Mitarbeiter sind unter anderem an guten Arbeitsbedingungen & einem wertschätzenden und kollegialen Umfeld interessiert.
  • Krankenkassen, Dentallabore oder Lieferanten stellen wieder andere Anforderungen.

Ziel ist es, die relevanten Anforderungen zu überblicken, zu erfüllen und damit alle Beteiligten zufrieden zu stellen oder sogar zu begeistern. Interessensgruppen können Ihrer Zahnarztpraxis positiv oder negativ gegenüberstehen. Und dabei großen oder nur geringen Einfluss auf Ihre Praxis haben. Behalten Sie das im Blick.

Hier ein paar weitere Beispiele für Interessensgruppen, deren Anforderungen Sie kennen sollten – ein Perspektivwechsel kann Ihnen wertvollen Input liefern.

  • Kooperationspartner 
  • Öffentlichkeit wie Stadt oder Presse,
  • Kapitalgeber,
  • Lieferanten,
  • Wettbewerber
  • Gesetzliche Vorgaben

Leitbild

Wenn das klar ist, dann formulieren Sie Ihr Leitbild. Konzentrieren Sie sich dabei auf das Wesentliche. Kurz und prägnant. Sodass sich jeder Mitarbeiter damit identifizieren kann. Teilen Sie Ihre Leidenschaft und begeistern Sie Ihr Team für Ihre Werte und Ziele.

Ein Beispiel könnte sein „Wir begeistern unsere Patienten, sodass Sie unsere Praxis ihrem besten Freund weiterempfehlen würden.“

Anschließend schlüsseln Sie auf, was Sie dafür tun, um dieses Ziel zu erreichen. Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Welche Werte gelten für Sie und Ihr Praxisteam?
  • Beschreiben Sie, warum Ihre Mitarbeiter für den Gesamterfolg der Praxis so wichtig sind und was Sie konkret für die Weiterentwicklung Ihres Teams tun.
  • Warum stehen Ihre Patienten für Sie und Ihr Team im Mittelpunkt?
  • Was ist Ihnen im Umgang mit Ihren Lieferanten und Kooperationspartnern wichtig?
  • Welchen Stellenwert haben innovative Behandlungsmethoden etc.

Halten Sie sich kurz und verzetteln Sie sich nicht. Sondern arbeiten Sie klar und prägnant heraus, auf was es Ihnen tagtäglich ankommt.

Nachdem Sie nun konkret formuliert haben, und was Ihre Praxis ausmacht und worin Sie sich von Ihren Mitbewerbern unterscheiden, in welches Umfeld Ihre Praxis eingebettet ist und welches Leitbild Sie verfolgen, lassen Sie uns nun einen Blick auf die nächsten Schritte werfen.

So geht es weiter

In Teil 2 geht es darum, konkrete Ziele für Ihre Praxis zu formulieren und Ihr Team ins QM einzubinden. Ist Ihnen bewusst, welche Potentiale und Talente Ihre Mitarbeiter mitbringen? 

Falls Sie nicht bis zum nächsten Beitrag warten möchten, schreiben Sie mir gerne. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

Die Autorin und Auditorin steht für Qualitätsmanagement mit Leichtigkeit und Weitblick. Soll heißen, dass sie nichts davon hält QM zu verkomplizieren. In erster Linie muss QM von Anfang an nützlich und praktisch sein. Es soll dabei helfen, den Praxisalltag zu vereinfachen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verbessern. 

info@qm-oischinger.de